Es ist eine Ehre und eine Würde.“ Mit ruhiger Stimme erzählt Abdulmedzid Sijamhodzic, warum er es sich antut, jeden Freitagnachmittag hier zu arbeiten. Hier, das ist ein Ecklokal im fünften Wiener Gemeindebezirk. Von außen kaum zu erkennen, zeigt sich beim Eintreten schnell, was sich hinter der unscheinbaren Fassade verbirgt – Teppiche, arabische Schriftzeichen an den Wänden und ein Minbar, die Kanzel, die ein islamisches Gebetshaus kennzeichnet. Hier ist die mazedonische „Orta“-Moschee untergebracht. Und Arbeit, das ist für Sijamhodzic das gemeinsame Gebet, die Predigt, die er Woche für Woche vor rund 150 Mitgliedern hält. Der 32-jährige Bosnier ist hier der Vorbeter – der Imam....